Die Turnveteranen gehen in die Lüfte


    von Rolf Wenger

    Am  6. August 2001 trafen sich eine eher kleinere Anzahl von 15 Turnveteranen auf dem Flugplatz in Wangen SZ.  Offenbar hatten die berufstätigen Mitglieder nicht frei nehmen können oder befanden sich noch in den Ferien.

    Vorerst wurde gemeinsam das Mittagessen im Restaurant des kleinen Flughafen eingenommen, Menuewahl nach eigenem Gutdünken. Zur allgemeinen Ueberraschung wurde das ganze Mahl, samt Getränke von Geri Suter spendiert, welcher dieses Jahr einen runden Geburtstag hatte feiern können. Nochmals recht herzlichen Dank Geri für diese grosszügige Spende.

    Angesagt waren Rundflüge in die Voralpen mit dem Hochdecker, Cessna Hawk 172 XP, pilotiert von Robert Wuillemin und für die Nichtflugwilligen eine Schiffsrundfahrt auf dem Obersee mit der Privatjacht von Röbi, pilotiert von seinem Mitarbeiter, Hansueli Witzig.

    Leider hatte sich nach recht sonnigen Tagen wieder etwas Bewölkung zurückgemeldet, sodass die Bergspitzen wolkenverhangen waren und für den Flug eine andere Route unterhalb der Wolkengrenze gesucht werden musste.

    Kurz nach dem Mittagessen wurden durch Röbi Wuillemin die Flugscheine aus versicherungstechnischen Gründen von jedem Passagier ausgefüllt und die Cessna startklar gemacht.  Gegen 14 Uhr durften sich die ersten drei Passagiere durch die 200 PS starke Cessna nach nochmaligem Check und Startphase in luftige Höhen ziehen lassen. Der ca. 40 Minuten dauernde Flug ging über den Obersee in Richtung Seedamm, Rapperswil und die Inseln Ufenau und Lützelau. Bei guten Sichtverhältnissen ging der Flug auf ca. 2000 Fuss Höhe der „Goldküste“  entlang in Richtung Zürich. Erstaunlich was von dieser Höhe aus alles beobachtet werden kann, u.a. die Untiefen des Zürichsees mit dem Stäfner-Stein und zahlreiche, blau leuchtende Swimmingpools, welche sich sonst hinter hohen Hecken verstecken. Ueber dem unteren Seebecken und der Stadt Zürich schwenkte Röbi die Cessna gekonnt nach links in Richtung Allmend, Wollishofen, Kilchberg und  Hirzel in Richtung Schindellegi und dem Lauf der Sihl entlang nach Einsiedeln und Sihlsee. Interessant ist, wie Röbi uns über die Kopfhörer erklärte, wie sich die Sihl zwischen Schindellegi und Hütten topographisch kurios in den Berghang entlang eingegraben hatte und schliesslich das Sihltal bildet und in Schindellegi nur wenige Höhenmeter fehlen und die Sihl würde sich über einen kürzeren Weg via Richterswil in den Zürichsee ergiessen. Sollte tatsächlich  einmal die Staumauer am Sihlsee brechen, so würde ein erheblicher Teil der Flutwelle diesen kürzeren Weg via Schindellegi und Richterswil suchen.

    Nach einem Schwenker der Maschine über dem Sihlsee flogen wir über den Pass Meinrad wieder in Richtung Obersee und dem Flugplatz Wangen, wo unser Kapitän, Röbi Wuillemin eine perfekte Landung hinlegte.

    Insgesamt flog unser Pilot dreimal mit Flugbegeisterten diese Runde, während die andere Gruppe eine ca. 2 Stunden dauernde Rundfahrt auf dem Obersee auf der privaten Motorjacht von Röbi, pilotiert von Hansueli Witzig,  geniessen durfte. Dabei soll es beim Kosten von delikatem Wein recht gemütlich geworden sein. Alle haben jedoch diesen Ausflug in die für Kilchberger weniger bekannte Gegend des landschaftlich sehr reizvollen Obersees sehr genossen.

    Nach der Rückkehr des Bootes sass die ganze Gruppe im Flughafen-Restaurant nochmals zusammen, diskutierten das Erlebte und zu guter Letzt spendierte der flugbegeisterte Geri Suter für alle Flugteilnehmer auch noch die Startgebühren, während Röbi Vuillemin für die Flug- und Bootskosten für alle Teilnehmer aufkam. Diese Grosszügigkeit wurde von unserem Präsidenten, Thedi Landis recht herzlich verdankt und von den Teilnehmern mit grossem Applaus bedacht. Beide Kameraden hatten den Turnveteranen zu einem interessanten und eindruckvollen Erlebnis verholfen.